Der Abstrahlwinkel gibt an, in welchem Winkel das Licht einer Leuchte abgestrahlt wird – konkret der Bereich, in dem mindestens 50 % der maximalen Lichtstärke erreicht werden. Er wird in Grad (°) gemessen und beeinflusst maßgeblich, wie breit oder fokussiert eine Beleuchtung wirkt.
Ein kleiner Abstrahlwinkel erzeugt gebündeltes, gerichtetes Licht – ideal für Spot- oder Akzentbeleuchtung. Ein großer Winkel sorgt für eine breite, gleichmäßige Ausleuchtung, z. B. in Hallen, Büros oder auf Parkplätzen.
Typische Einteilung von Abstrahlwinkeln:
- < 20° = sehr eng (Spots, Akzentbeleuchtung
- 20–40° = eng gebündelt (gerichtetes Licht, z. B. zur Objektbeleuchtung
- 40–80° = mittelbreit (z. B. Downlights, Flure, Arbeitsbereiche
- > 90° = breitstrahlend (Allgemeinbeleuchtung, Hallenleuchten)
Beispiel: Ein Abstrahlwinkel von 120° eignet sich für die flächige Ausleuchtung großer Bereiche – etwa in Lagerhallen oder Werkstätten.
Der richtige Abstrahlwinkel ist entscheidend für eine effiziente und bedarfsgerechte Lichtplanung – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.
Ammoniakbeständigkeit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Materials oder Produkts gegenüber ammoniakhaltiger Luft und aggressiven Dämpfen, wie sie insbesondere in Tierhaltungsbetrieben und bestimmten Verarbeitungsumgebungen auftreten.
In Ställen, Geflügel- oder Schweinehaltungen entsteht durch Zersetzungsprozesse Ammoniak (NH₃), das herkömmliche Leuchten und Materialien langfristig angreifen kann. Ammoniakbeständige LED-Leuchten zeichnen sich aus durch:
- korrosionsresistente Gehäuse (z. B. spezielle Aluminiumlegierungen oder beschichteter Stahl)
- chemikalienbeständige Dichtungen
- geschlossene, hohe IP-Schutzarten
- langlebige Beschichtungen gegen aggressive Stallatmosphäre
Der Einsatz ammoniakresistenter Beleuchtung erhöht die Lebensdauer der Anlage, reduziert Wartungskosten und sichert den zuverlässigen Betrieb in landwirtschaftlichen Produktionsumgebungen.
Typische Einsatzbereiche: Tierhaltung, Geflügel- und Schweineställe, Milchviehbetriebe, Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe.
Die Amortisationszeit bezeichnet den Zeitraum, in dem sich eine Investition – etwa in eine moderne LED-Beleuchtung – durch eingesparte Kosten wirtschaftlich selbst trägt. Der ROI (Return on Investment) misst dabei die Rentabilität dieser Investition und zeigt, wie effizient eingesetztes Kapital wirkt.
Insbesondere bei der Sanierung von Industrie- und Gewerbebeleuchtung ist die Amortisationszeit ein entscheidender Faktor für Investitionsentscheidungen. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Investitionskosten und den erzielten Einsparungen, z. B. beim Stromverbrauch, bei Wartung oder durch längere Lebensdauer.
Typische Einflussgrößen:
- Energieverbrauch vorher/nachher
- Betriebsstunden pro Jahr
- Strompreis
- Investitionshöhe
- Wartungs- und Betriebskosten
greenius luxroi® – Analyse-Tool mit Handlungsempfehlung
Mit dem greenius luxroi® bieten wir ein eigenes Tool zur wirtschaftlichen Bewertung von Lichtprojekten. Es berechnet nicht nur die Amortisationszeit und den ROI, sondern liefert auf dieser Basis auch konkrete Handlungsempfehlungen – z. B. zur Sanierungsstrategie, Leuchtenauswahl oder Förderfähigkeit.
Eine LED-Umrüstung mit greenius® Leuchten amortisiert sich je nach Nutzung oft innerhalb von 1-3 Jahren!
Die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) konkretisieren die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Deutschland. Sie geben Arbeitgebern verbindliche Hinweise zur sicheren und gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen – einschließlich der Beleuchtung.
Für die lichttechnische Planung ist insbesondere die ASR A3.4 „Beleuchtung“ relevant. Sie legt fest, welche Anforderungen an die natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten gestellt werden – z. B. hinsichtlich:
- Mindestbeleuchtungsstärken (in Lux)
- Blendungsbegrenzung
- Wartungsfaktor und Lichtverteilung
- Tageslichtnutzung und Sichtverbindung nach außen
Ziel der ASR A3.4:
Eine sichere, augenschonende und produktive Arbeitsumgebung durch normgerechte Beleuchtung, die auf die jeweilige Sehaufgabe abgestimmt ist.
Beispiel: In Büros gelten laut ASR A3.4 mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche, in einer Produktionshalle mit hoher Sehaufgabe (z. B. Feinmontage) bis zu 1.000 Lux.
Die ASR A3.4 orientiert sich dabei an der europäischen Norm DIN EN 12464-1, ergänzt um praxisnahe Anforderungen aus dem Arbeitsschutz.
Bedeutung für Unternehmen:
- Pflichtgrundlage bei Neubau oder Sanierung von Arbeitsstätten
- Rechtssicherheit durch Anwendung der technischen Regeln
- Basis für Lichtplanung, Ausschreibungen und Produktwahl
greenius® LED-Beleuchtungslösungen erfüllen die Anforderungen der ASR A3.4 zuverlässig und bieten darüber hinaus energieeffiziente, langlebige und förderfähige Lichtsysteme für Industrie, Gewerbe und Büro.
ATEX bezeichnet europäische Richtlinien für den Einsatz von Geräten und Komponenten in explosionsgefährdeten Bereichen (z. B. durch Gas, Dampf, Nebel oder Staub). Der Begriff leitet sich ab von ATmosphères EXplosibles. Für LED-Leuchten bedeutet das: Sie müssen speziell geprüft und zertifiziert sein, um in solchen Zonen sicher betrieben werden zu dürfen.
Die ATEX-Richtlinien regeln zwei Bereiche:
- ATEX-Produktrichtlinie (2014/34/EU): Anforderungen an Geräte, Schutzsysteme und Komponenten.
- ATEX-Betriebsrichtlinie (1999/92/EG): Vorgaben für Arbeitgeber zur sicheren Nutzung explosionsgeschützter Ausrüstung.
Wichtige Aspekte für LED-Beleuchtung:
- Einsatz in Ex-Zonen (Zone 0, 1, 2 für Gase / Zone 20, 21, 22 für Stäube)
- Anforderungen an Gehäusedichtigkeit, Temperaturklassen und Zündschutzarten
- Gekennzeichnet mit ATEX-Zulassung und entsprechender Ex-Kodierung
Beispiel: Eine ATEX-zertifizierte Hallenleuchte kann in einem Bereich installiert werden, in dem brennbare Gase oder Stäube auftreten – etwa in der chemischen Industrie, Lagerhallen mit Gefahrstoffen oder Getreidemühlen.
Für Betreiber bedeutet ATEX-Konformität mehr Sicherheit, höhere Anlagenverfügbarkeit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Die Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3 beschreibt die mechanische Widerstandsfähigkeit von Leuchten und Einbauten gegenüber dem Aufprall von Bällen mit hoher Geschwindigkeit – geprüft nach einem genormten Testverfahren. Produkte mit dieser Zertifizierung sind so konstruiert, dass sie bei wiederholtem Anprall weder beschädigt werden noch Teile absplittern oder herunterfallen.
Was wird geprüft?
- Schlagfestigkeit durch genormten Ballwurf-Test (Handballgröße, definierte Geschwindigkeit)
- Sicherer Halt der Leuchte in der Montageposition
- Keine losen oder splitternden Komponenten
- Funktionserhalt nach mehrfacher Belastung
Relevante Einsatzbereiche:
- Sporthallen, Turnhallen, Schulsportstätten
- Mehrzweckhallen und Vereinssportanlagen
- Produktionshallen und Werkstätten mit erhöhter mechanischer Belastung
- Lager- und Logistikbereiche, in denen Unfälle durch Anstoßen oder Anprall verhindert werden sollen
Leuchten mit Ballwurfsicherheit sorgen nicht nur im Sportbereich für Sicherheit, sondern bieten auch in industriellen Anwendungen zusätzlichen Schutz vor Glasbruch, Splittern und herabfallenden Bauteilen – ein wichtiger Faktor für Arbeitssicherheit und Anlagenschutz.
greenius® Leuchten mit geprüfter Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3 kombinieren robuste Bauweise mit leistungsstarker LED-Technologie – ideal für anspruchsvolle Einsatzumgebungen.
Der CRI-Wert (Color Rendering Index) beschreibt die Farbwiedergabequalität einer künstlichen Lichtquelle im Vergleich zum natürlichen Sonnenlicht (Referenzwert = CRI 100). Je höher der CRI, desto natürlicher und differenzierter erscheinen Farben unter dem jeweiligen Licht.
Ein hoher CRI ist besonders wichtig in Anwendungsbereichen, in denen Farbgenauigkeit und visuelle Wahrnehmung entscheidend sind – z. B. in Verkaufsräumen, Arztpraxen, Designstudios oder bei visuellen Qualitätskontrollen in der Industrie.
Typische CRI-Werte und ihre Bedeutung:
- CRI ≥ 80: Gute Standardqualität – geeignet für Industriebeleuchtung, Lager, Büros
- CRI ≥ 90: Hohe Farbwiedergabe – z. B. für Shops, Studios, Praxen
- CRI ≥ 95: Sehr hohe Farbtiefe – für farbkritische Anwendungen wie Druck und Design
Beispiel: Ein CRI-Wert von 90 steht für eine sehr gute Farbwiedergabe, wie sie etwa auf Verkaufsflächen oder Präsentationsbereichen gefordert ist.
Ein korrekt gewählter CRI-Wert verbessert nicht nur die Lichtqualität, sondern steigert auch Wahrnehmung, Wohlbefinden und Produktwirkung – insbesondere in professionellen und anspruchsvollen Einsatzbereichen.
DALI ist ein standardisiertes, digitales Schnittstellenprotokoll zur Steuerung von Beleuchtungsanlagen. Es steht für Digital Addressable Lighting Interface und ermöglicht die individuelle Ansteuerung und Regelung von Leuchten, Leuchtengruppen und Lichtfunktionen über eine zentrale Steuerung – besonders relevant für gewerbliche und industrielle Anwendungen.
DALI-Systeme bieten hohe Flexibilität, präzise Lichtsteuerung und einfache Integration in Gebäudetechnik. Sie sind insbesondere dort im Einsatz, wo energieeffiziente, nutzerorientierte und automatisierte Lichtlösungen gefragt sind – etwa in Büros, Produktionshallen oder Lagerbereichen.
Vorteile von DALI in der professionellen Lichtsteuerung:
- Digitale Adressierung einzelner Leuchten oder Gruppen
- Dimmfunktion mit hoher Präzision (1–100 %)
- Zweiwege-Kommunikation (Statusrückmeldung möglich)
- Einfache Nachrüstung und Umprogrammierung
- Zentrale oder dezentrale Steuerung möglich
- Kompatibel mit Sensorik und Zeitsteuerungen
Erweiterung: DALI-2
Die Weiterentwicklung DALI-2 bietet erweiterte Funktionen, verbesserte Interoperabilität und höhere Systemstabilität – z. B. durch standardisierte Steuergeräte, Sensoren und Bedienfelder.
Beispielanwendung: In einem Lager mit LED-Hallenstrahlern sorgt DALI für tageslichtabhängige Regelung, zonenweise Steuerung und eine optimierte Energiebilanz durch präzises Dimmen bei geringer Auslastung.
Die Effizienz einer LED-Leuchte – auch als Systemeffizienz oder Lichtausbeute bezeichnet – beschreibt das Verhältnis zwischen dem abgegebenen Lichtstrom (in Lumen) und der aufgenommenen elektrischen Leistung (in Watt). Dieser Wert wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben und ist ein zentraler Kennwert für die Energieeffizienz moderner Beleuchtungssysteme.
Je höher der lm/W-Wert, desto energieeffizienter arbeitet die Leuchte – es wird mehr Licht bei geringerem Stromverbrauch erzeugt. Das wirkt sich direkt auf die Stromkosten und die Wirtschaftlichkeit von Beleuchtungsanlagen aus. Darüber hinaus ist die Effizienz ein entscheidendes Kriterium für die Förderfähigkeit von Sanierungsmaßnahmen, z. B. durch Programme wie BAFA oder KfW.
Typische Orientierungswerte:
- < 100 lm/W: veraltet, ineffizient
- 120–150 lm/W: Standardqualität, solide Effizienz
- > 160 lm/W: sehr effizient, Premiumklasse, förderfähig
HACCP-geeignet sind Beleuchtungslösungen dann, wenn sie konstruktiv und materialtechnisch so ausgeführt sind, dass sie im Rahmen eines HACCP-Konzepts keine hygienischen Gefahrenquellen darstellen und auditfähig bewertet werden können.
In lebensmittelverarbeitenden Betrieben müssen auch Beleuchtungssysteme in die Gefahrenanalyse einbezogen werden. Entscheidend ist, dass Leuchten keine Kontaminationsrisiken verursachen, keine schwer zugänglichen Reinigungsbereiche aufweisen und den betrieblichen Hygieneanforderungen dauerhaft standhalten.
HACCP-geeignete LED-Leuchten erfüllen daher unter anderem folgende Kriterien:
- geschlossene, reinigungsfähige Konstruktion ohne Schmutz- oder Keimnischen
- splittergeschützte Ausführung zur Vermeidung von Fremdkörperkontamination
- korrosionsbeständige Materialien für feuchte und aggressive Umgebungen
- hohe Schutzarten (z. B. IP65/IP69K) für regelmäßige Nassreinigung
- dokumentierbare Material- und Produktspezifikationen für Audits (z. B. IFS, BRC)
Damit leisten HACCP-konforme Beleuchtungssysteme einen wichtigen Beitrag zur Produktsicherheit, Auditfähigkeit und Haftungsminimierung in der Lebensmittelproduktion.
Typische Einsatzbereiche: Produktionsräume, Zerlegebereiche, Abfüllanlagen, Kühlräume, Großküchen und Getränkeherstellung.
HCL (Human Centric Lighting)
HCL steht für Human Centric Lighting – also biologisch wirksames Licht, das sich an den natürlichen Bedürfnissen des Menschen orientiert. Im Gegensatz zu herkömmlicher Beleuchtung berücksichtigt HCL nicht nur die visuelle Wahrnehmung, sondern auch die nicht-visuellen Wirkungen von Licht auf den menschlichen Organismus.
Dazu zählen unter anderem:
- Förderung von Wachheit und Konzentration
- Stabilisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus
- Steigerung von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit
Moderne HCL-Systeme passen Lichtfarbe (CCT) und Lichtintensität dynamisch an den tageszeitlichen Verlauf des natürlichen Lichts an. So wird der circadiane Rhythmus des Menschen gezielt unterstützt – insbesondere in Innenräumen ohne ausreichenden Tageslichteinfall.
Typische Merkmale von HCL-Lösungen:
- Tunable White-Technologie (z. B. 2700 K bis 6500 K)
- Tageslichtverlauf mit wechselnden Lichtszenen
- Automatisierte Lichtsteuerung via Sensorik, Zeitprofile oder smarte Gebäudesteuerung
Anwendungsbereiche:
- Büros, Schulen, Krankenhäusern
- Altenpflege und Therapieeinrichtungen
- Moderne Arbeitswelten und smarte Gebäude
Human Centric Lighting ist ein wesentlicher Baustein moderner Lichtkonzepte – insbesondere im Zusammenspiel mit intelligenter Steuerung, energieeffizienter LED-Technologie und gesundheitsfördernder Raumgestaltung.
Der Begriff IFS-konform beschreibt Produkte oder Komponenten, die für den Einsatz in IFS-zertifizierten Bereichen geeignet sind – etwa in der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung, -verpackung oder -logistik. Die Abkürzung IFS steht für International Featured Standards – ein international anerkanntes Regelwerk zur Qualitätssicherung und Produktsicherheit, insbesondere im Lebensmittelbereich (z. B. IFS Food, IFS Logistics).
Leuchten, die IFS-konform sind, erfüllen besondere Anforderungen an Hygiene, Sicherheit und Reinigungsfähigkeit. Sie werden speziell für Umgebungen entwickelt, in denen höchste Sauberkeits- und Sicherheitsstandards gelten.
Typische Merkmale IFS-konformer Leuchten:
- Hygienegerechtes Design: glatte, geschlossene Oberflächen, keine offenen Schrauben oder schwer zugänglichen Stellen
- Vermeidung von Fremdkörpergefahr: z. B. durch bruchsichere, splitterfreie Abdeckungen
- Keine Staub- oder Schmutzansammlungen: durch abgerundete Formen, Vermeidung horizontaler Flächen und geschlossene Bauweise
Anwendungsbereiche:
IFS-konforme Leuchten eignen sich ideal für den lebensmittelnahen Einsatz, z. B. in Produktionshallen, Verpackungsbereichen, Kühlhäusern, Reinräumen oder Logistikzentren der Lebensmittelindustrie.
Die IK-Klassifizierung (auch IK-Schutzart genannt) gibt an, wie widerstandsfähig ein Gehäuse – z. B. das einer LED-Leuchte – gegen mechanische Stöße ist. Sie basiert auf der europäischen Norm EN 62262 / IEC 62262 und wird in IK-Stufen von IK00 bis IK10 angegeben. Je höher der IK-Wert, desto robuster ist die Leuchte gegenüber äußeren Einwirkungen wie Schlägen, Stößen oder Vandalismus.
Die IK-Klassifizierung ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von LED-Leuchten für anspruchsvolle Einsatzbereiche – insbesondere in Industrieumgebungen, Parkhäusern, Sportanlagen oder im Außenbereich.
Übersicht IK-Schutzarten:
- IK00 = kein Schutz
- IK01–IK05 = geringer bis mittlerer Schutz
- IK06–IK08 = guter Schutz für gewerbliche Anwendungen
- IK09–IK10 = sehr hoher Schutz, z. B. gegen Vandalismus oder schwere mechanische Belastungen
Beispiel:
Eine Leuchte mit IK08 widersteht einem Stoß von 5 Joule – das entspricht etwa dem Aufprall eines 1,7 kg schweren Objekts aus 30 cm Höhe.
Ein hoher IK-Wert trägt wesentlich zur Langlebigkeit und Sicherheit von LED-Beleuchtungssystemen bei – insbesondere in rauen Umgebungen.
Die IP-Klassifizierung (Ingress Protection) gibt an, wie gut ein elektrisches Gerät – z. B. eine LED-Leuchte – gegen das Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Staub) und Wasser geschützt ist. Sie ist ein wichtiger Indikator für den Einsatzbereich von Leuchten, insbesondere in Industrie, Außenbereichen oder feuchten Umgebungen.
Die Schutzart wird mit zwei Kennziffern angegeben, z. B. IP65, gemäß der Norm DIN EN 60529:
- Erste Ziffer: Schutz gegen Berührung und feste Fremdkörper
- Zweite Ziffer: Schutz gegen Feuchtigkeit bzw. Wasser
Beispiele gängiger IP-Schutzarten:
- IP20 = Schutz gegen feste Fremdkörper > 12,5 mm, kein Wasserschutz (typisch für Innenräume)
- IP44 = geschützt gegen Spritzwasser und feste Fremdkörper > 1 mm (z. B. für Feuchträume)
- IP65 = vollständig staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser (z. B. für Industriehallen, Außenbereiche)
- IP67 = staubdicht und geschützt bei zeitweiligem Untertauchen (z. B. für anspruchsvolle Outdoor-Anwendungen)
-
IP69K = höchster Schutz gegen Staub und Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung – ideal für Anwendungen mit intensiven Reinigungsprozessen, z. B. in der Lebensmittelindustrie, in Waschanlagen oder Pharma- und Hygienebereichen. Das „K“ steht für eine Zusatzprüfung gemäß ISO 20653 und kennzeichnet den besonderen Schutz gegen Hochdruckreinigung bei hoher Temperatur und aus verschiedenen Winkeln.
Je nach Einsatzort ist die richtige IP-Klassifizierung entscheidend für Sicherheit, Langlebigkeit und Funktionstüchtigkeit von LED-Beleuchtungssystemen.
Eine LED (Licht emittierende Diode) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, das beim Anlegen von Strom Licht erzeugt. Im Vergleich zu herkömmlichen Lichtquellen wie Glüh- oder Leuchtstofflampen bieten LEDs eine deutlich höhere Energieeffizienz, längere Lebensdauer und bessere Steuerbarkeit.
In der professionellen Beleuchtung – etwa für Industrie, Gewerbe und Außenbereiche – sind LEDs heute Stand der Technik. Sie ermöglichen maßgeschneiderte Lichtlösungen mit präziser Lichtverteilung, intelligentem Lichtmanagement und hohem Wartungskomfort.
Vorteile von LED-Beleuchtung:
- Hohe Energieeffizienz (bis zu 80 % Stromersparnis)
- Lange Lebensdauer (bis 100.000 Betriebsstunden)
- Sofort volle Lichtleistung ohne Aufwärmzeit
- Geringe Wärmeentwicklung bei hoher Lichtausbeute
- Dimm- und steuerbar (z. B. über DALI, KNX oder Sensorik)
- Umweltfreundlich, da quecksilberfrei und recyclingfähig
Typische Einsatzbereiche von LED-Leuchten:
- Industriebeleuchtung: Hallen, Produktion, Lager
- Gewerbebeleuchtung: Büros, Shops, Werkstätten
- Außenbeleuchtung: Parkplätze, Sportplätze, Betriebsflächen
Mit modernen LED-Systemen von greenius® lassen sich Lichtqualität, Energieverbrauch und Betriebskosten gezielt optimieren – im Neubau ebenso wie bei der Sanierung bestehender Anlagen.
Ein LED-Treiber (auch LED-Vorschaltgerät genannt) ist eine elektronische Komponente, die die Stromversorgung von LED-Leuchten übernimmt. Er wandelt Netzspannung (z. B. 230 V AC) in einen konstanten Gleichstrom oder eine geregelte Spannung, die für den Betrieb von LEDs notwendig ist.
👉 Wichtig: Jede LED benötigt einen Treiber, da sie nicht direkt mit Netzspannung betrieben werden kann. Ohne geeigneten Treiber drohen Flackern, Überhitzung oder frühzeitiger Ausfall.
Funktionen und Eigenschaften:
- Stromregelung für gleichbleibende Lichtleistung
- Schutz vor Überspannung, Kurzschluss und Übertemperatur
- Dimmfunktion (z. B. DALI, 1–10 V, PWM, Casambi)
- Anpassung an Betriebsart: Konstantstrom oder Konstantspannung
- Lebensdauer oft > 50.000 Stunden
- EMV-konform für störungsfreien Betrieb
Unterschied zu herkömmlichen Vorschaltgeräten:
Während klassische Vorschaltgeräte (KVG/EVG) für Leuchtstoff- oder Entladungslampen eingesetzt wurden, sind LED-Treiber speziell für die Halbleitertechnologie moderner LED-Leuchten entwickelt – mit deutlich höherer Regelgenauigkeit und Kompatibilität zu Lichtsteuerungssystemen.
Typische Anwendungen:
- Industrieleuchten, Hallenstrahler, Lichtbandsysteme
- Bürobeleuchtung mit HCL- oder DALI-Steuerung
- Außenleuchten mit wetterfesten IP-geschützten Treibern
Ein qualitativ hochwertiger LED-Treiber ist entscheidend für eine sichere, langlebige und effiziente LED-Beleuchtung – besonders im professionellen Einsatz in Industrie, Gewerbe und Außenanlagen.
Die Lichtcharakteristik beschreibt die räumliche Verteilung des Lichts, das von einer Leuchte abgegeben wird. Sie gibt Auskunft darüber, in welche Richtung und mit welcher Intensität das Licht abgestrahlt wird – ein zentraler Faktor bei der Lichtplanung für Industrie, Gewerbe und Außenanlagen.
Zur Veranschaulichung der Lichtcharakteristik werden Lichtverteilungskurven (LVK) verwendet – meist dargestellt in Polar- oder Kartendiagrammen, die das Abstrahlverhalten visuell aufbereiten.
Typische Lichtcharakteristiken:
- Symmetrisch breit: gleichmäßige Lichtverteilung über eine große Fläche, z. B. in Produktions- oder Lagerhallen
- Symmetrisch tief: gerichtetes Licht in Längsrichtung, ideal für Gänge oder schmale Flächen
- Asymmetrisch: seitlich versetzte Lichtverteilung, z. B. zur Beleuchtung von Wegen, Fassaden oder Regalen aus seitlicher Montageposition
- Batwing (Doppelspitze): breite, gleichmäßige Ausleuchtung bei gleichmäßiger Helligkeit
Beispiel: Eine asymmetrische Lichtcharakteristik eignet sich optimal für die seitliche Beleuchtung von Wegen oder Gebäudefassaden, da sie das Licht gezielt in eine bestimmte Richtung lenkt.
Die passende Lichtcharakteristik sorgt für energieeffiziente, normgerechte und blendfreie Ausleuchtung, abgestimmt auf den konkreten Anwendungsbereich.
Lumen (lm) ist die physikalische Einheit des Lichtstroms und kennzeichnet die gesamt abgestrahlte Lichtleistung einer Lichtquelle im sichtbaren Spektralbereich. Der Lichtstrom beschreibt, wie viel Licht eine Leuchte in alle Richtungen abstrahlt – unabhängig von Richtung, Entfernung oder Fläche.
Im Kontext professioneller Beleuchtungslösungen ist der Lichtstrom ein zentraler Kennwert zur Bewertung der Gesamtleistung eines Leuchtmittels. Er dient als Grundlage für lichttechnische Berechnungen, insbesondere bei der Ermittlung der erforderlichen Beleuchtungsstärke (Lux) gemäß geltender Normen wie DIN EN 12464-1.
Bedeutung in der LED-Technik:
Bei LED-Leuchten ersetzt der Lumen-Wert die früher übliche Watt-Angabe, da moderne LED-Module bei gleicher elektrischer Leistung deutlich höhere Lichtströme erzeugen können. Die Effizienz einer Leuchte wird über das Verhältnis von Lichtstrom zu Leistungsaufnahme angegeben – als Systemlichtausbeute in lm/W.
Typische Anwendungsbeispiele:
- 1.500–3.000 lm: für Arbeitsplätze, Flure, Nebenräume
- 10.000–20.000 lm: für Lagerhallen, Fertigungsbereiche
- > 25.000 lm: für hohe Hallen, Industrieflächen oder Sportstätten
Bei der Produktauswahl ist zu beachten, ob der angegebene Lichtstrom den Bruttolichtstrom (LED-Modul) oder den Systemlichtstrom (inkl. Verluste durch Optik, Abdeckung, Vorschaltgerät) beschreibt. greenius® Leuchten weisen ausschließlich den relevanten Nutzlichtstrom aus – praxisgerecht für lichttechnische Planungen.
Fazit: Der Lumen-Wert ist ein wesentlicher Kennwert zur quantitativen Bewertung der Lichtleistung einer LED-Leuchte. In Verbindung mit Lichtverteilung, Abstrahlwinkel und Effizienz bildet er die Basis für normgerechte und wirtschaftlich optimierte Lichtkonzepte.
Lux (lx) ist die Maßeinheit für Beleuchtungsstärke – also dafür, wie viel Licht (Lichtstrom in Lumen) auf eine bestimmte Fläche fällt. 1 Lux entspricht einem Lichtstrom von 1 Lumen, der gleichmäßig auf eine Fläche von 1 Quadratmeter verteilt ist.
Die Beleuchtungsstärke ist ein zentraler Planungswert in der professionellen Lichttechnik – z. B. zur Bewertung, ob Arbeitsplätze, Hallen oder Außenflächen ausreichend und normgerecht beleuchtet sind.
Beispiel:
- 100 lx – Orientierung, Flure
- 300–500 lx – Büros, Werkstätten, Produktionsbereiche
- 750–1.000 lx – Präzisionsarbeitsplätze
- 10.000 lx – direktes Sonnenlicht
Die Vorgaben zur Beleuchtungsstärke in Innenräumen sind in der DIN EN 12464-1 geregelt.
Wichtig für die Praxis:
Eine hohe Lumen-Zahl bedeutet nicht automatisch gutes Licht. Entscheidend ist, wie viel Licht tatsächlich auf der Nutzfläche ankommt – und das misst man in Lux. Mit professioneller Lichtplanung (z. B. per DIALux oder Relux) und effizienter LED-Technik von greenius® lassen sich optimale Lux-Werte wirtschaftlich und normgerecht erzielen.
Typischerweise werden in einer LVK (Lichtverteilungskurve) zwei Kurven dargestellt:
- Blaue Kurve (C0–C180-Ebene): zeigt die Lichtverteilung in der Längsrichtung der Leuchte – also, wie das Licht von vorne betrachtet (frontal) abgestrahlt wird.
- Rote Kurve (C90–C270-Ebene): zeigt die Lichtverteilung in der Querrichtung – also von der Seite betrachtet (seitliche Abstrahlung).
Je nach Bauform und Optik der Leuchte können sich diese beiden Verteilungen unterscheiden – etwa bei asymmetrischen Lichtverteilungen für Regalgänge, Straßenleuchten oder Maschinenarbeitsplätze. Anhand der Kurven erkennt man, ob das Licht gleichmäßig in alle Richtungen oder gezielt gerichtet abgestrahlt wird.
Die LVK ist entscheidend, um die Eignung einer Leuchte für bestimmte Anwendungen zu beurteilen – z. B. für gleichmäßige Flächenausleuchtung in Hallen, gerichtetes Licht an Arbeitsplätzen oder blendfreie Beleuchtung in Büros. Sie wird auch bei professionellen Lichtberechnungen mit Relux oder DIALux verwendet.
Die Kennzeichnung LxxByy beschreibt die Lichtstromerhaltung (L) und die Ausfallrate (B) von LED-Modulen nach einer definierten Betriebsdauer – etwa 50.000 Stunden. Diese Angabe erfolgt nach DIN EN 62717 und ist ein zentraler Qualitätsindikator für die Langzeitstabilität und Alterungsbeständigkeit von LED-Leuchten.
Bedeutung der Kennzahlen:
- Lxx: Anteil der LEDs, die nach der angegebenen Lebensdauer mindestens xx % des ursprünglichen Lichtstroms liefern.
- Byy: Maximal yy % der LEDs fallen unter diesen Lichtstromwert.
Beispiel:
L80B10 @ 50.000 h bedeutet: Nach 50.000 Stunden liefern mindestens 90 % der LEDs noch 80 % des Anfangslichtstroms – ein Zeichen für hohe Lichtqualität über die gesamte Nutzungsdauer.
Warum ist LxxByy wichtig?
Für professionelle Beleuchtungslösungen – z. B. in Industriehallen, Lagerbereichen oder Außenanlagen – ist Planungssicherheit über die Lebensdauer hinweg entscheidend. Die Angabe LxxByy ermöglicht eine realistische Einschätzung, wie lange eine LED-Leuchte effizient und gleichmäßig Licht liefert, bevor sichtbare Alterung oder Ausfälle auftreten.
Fazit:
Wer in hochwertige LED-Beleuchtung investiert, sollte auf transparente Lebensdauerangaben wie LxxByy achten – sie sind ein verlässlicher Maßstab für nachhaltige Lichtlösungen mit minimalem Wartungsaufwand.
NSF-zertifiziert bezeichnet Produkte, die von der unabhängigen Organisation NSF International (ehemals National Sanitation Foundation) geprüft und für den Einsatz in hygienekritischen Bereichen freigegeben wurden – insbesondere in der Lebensmittelindustrie, in Produktionsstätten und Verarbeitungszonen mit offenen Lebensmitteln.
NSF-zertifizierte LED-Leuchten erfüllen strenge Vorgaben in Bezug auf Hygiene, Materialbeschaffenheit und Konstruktionsdesign – etwa gemäß dem NSF/ANSI Standard 2. Diese Zertifizierung stellt sicher, dass Leuchten keine Kontaminationsrisiken darstellen und sich einfach reinigen und desinfizieren lassen.
Typische Anforderungen an NSF-zertifizierte Leuchten:
- Glatte, geschlossene und korrosionsbeständige Oberflächen
- Bruchsichere Abdeckungen, keine Partikel- oder Glasabgabe
- Staub- und feuchtigkeitsdichte Gehäuse (häufig IP69K)
- Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln und Hochdruckreinigung
- Hygienegerechtes Design ohne Schmutzkanten oder offene Verschraubungen
Einsatzbereiche: Lebensmittelverarbeitung, Molkereien, Fleisch- und Fischverarbeitung, Großküchen, Pharmaindustrie
Polycarbonat (PC) ist ein hochwertiger, thermoplastischer Kunststoff, der häufig als Abdeckung für LED-Leuchten verwendet wird. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften eignet sich PC ideal für den Einsatz in Industrie-, Gewerbe- und Außenbeleuchtung.
Vorteile von Polycarbonat als Leuchtenabdeckung:
- Hohe Schlagfestigkeit: PC ist äußerst bruchsicher – auch bei Vandalismus oder rauen Umgebungsbedingungen.
- Temperaturbeständigkeit: Stabil bei hohen und niedrigen Temperaturen – ideal für den industriellen Einsatz.
- UV-beständig (bei entsprechender Ausführung): Für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich geeignet.
- Sehr gute Lichtdurchlässigkeit: Auch bei strukturierten oder opalen Ausführungen wird eine hohe Lichtausbeute erreicht.
- Geringes Gewicht: Einfach zu montieren und mechanisch zu verarbeiten.
PC-Abdeckungen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich – z. B. klar, opal oder prismatisch – und beeinflussen sowohl die Lichtverteilung als auch die Blendungsbegrenzung von LED-Leuchten.
Beispielanwendung: Hallenleuchten oder Feuchtraumleuchten mit opaler PC-Abdeckung für blendfreies, diffuses Licht bei gleichzeitig hoher Robustheit.
SDCM steht für Standard Deviation of Colour Matching und beschreibt die Farbkonsistenz von LED-Leuchten – also wie stark sich die Lichtfarbe (z. B. 4.000 K Neutralweiß) zwischen mehreren Leuchten unterscheiden kann. Die Bewertung erfolgt auf Basis der sogenannten MacAdam-Ellipsen, die visuelle Farbunterschiede in einem Farbdiagramm darstellen.
Ein niedriger SDCM-Wert bedeutet, dass LEDs einer Charge nahezu identisch in ihrer Lichtfarbe erscheinen – entscheidend für eine homogene Lichtwirkung in Büros, Verkaufsflächen oder architektonischen Anwendungen.
Typische Bewertung von SDCM-Werten:
- SDCM ≤ 3: sehr hohe Farbgleichheit – visuell kaum wahrnehmbare Unterschiede
- SDCM 4–5: mäßige Farbabweichung – für technische oder industrielle Anwendungen meist ausreichend
- SDCM > 5: deutlich sichtbare Unterschiede – oft nicht geeignet für flächige oder dekorative Beleuchtung
Beispiel: Ein LED-Panel mit SDCM 3 bietet eine gleichmäßige Lichtfarbe und eignet sich ideal für den Einsatz in Konferenzräumen, Shops oder Bildungseinrichtungen, wo Farbtreue und Lichtästhetik wichtig sind.
Sensorik in der Beleuchtungstechnik beschreibt den Einsatz von Sensoren zur automatisierten Steuerung von Licht – abhängig von Bewegungserkennung oder Tageslichteinfall. In modernen LED-Systemen ermöglicht intelligente Sensorik eine bedarfsgerechte Beleuchtung bei maximaler Energieeffizienz.
Arten von Sensorik:
- Bewegungssensoren: Erfassen Präsenz oder Bewegung von Personen und schalten das Licht automatisch ein oder aus.
- Tageslichtsensoren (Helligkeitssensoren): Messen die vorhandene natürliche Lichtmenge und regeln künstliches Licht stufenlos nach – ideal für tageslichtabhängige Konstantlichtregelung.
Vorteile:
- Reduzierter Energieverbrauch durch Licht nur bei Bedarf
- Erhöhter Nutzerkomfort (z. B. automatische Lichtanpassung)
- Wartungskosten sparen durch verlängerte Leuchtenlebensdauer
- Förderfähig im Rahmen von Sanierungs- oder Effizienzmaßnahmen
Typische Anwendungen:
- Industriehallen: Licht nur bei Nutzung einzelner Bereiche
- Büros und Besprechungsräume: tageslichtoptimierte Beleuchtung
- Flure, Treppenhäuser, Parkflächen: automatische Lichtschaltung für Sicherheit und Effizienz
Mit intelligenter Sensorik von lassen sich Lichtsysteme präzise und flexibel auf Nutzerverhalten, Tageslicht und Betriebszeiten abstimmen – manuell oder über zentrale Lichtmanagementsysteme wie DALI oder KNX.
Die Spannung – auch als Versorgungsspannung oder Input Voltage bezeichnet – beschreibt die elektrische Energie, mit der eine LED-Leuchte betrieben wird. Sie wird in Volt (V) angegeben und muss exakt zum vorhandenen Stromnetz sowie zum eingesetzten Vorschaltgerät passen.
Die richtige Spannung ist essenziell für:
- den sicheren Betrieb von LED-Leuchten,
- die elektrische Kompatibilität mit dem Netzanschluss,
- die Zuverlässigkeit bei industriellen Anwendungen und internationalen Projekten.
Typische Spannungsbereiche bei LED-Leuchten:
- 220–240 V AC – Standard in Europa (Wechselspannung, 50/60 Hz)
- 110–127 V AC – typischer Netzstandard in Nordamerika
- 24 V DC / 48 V DC – für spezielle Anwendungen wie Fahrzeuge, Maschinen oder sicherheitskritische Umgebungen
Beispiel: Eine LED-Leuchte mit Spannung 220–240 V AC, 50/60 Hz ist ideal für den Einsatz in europäischen Industrieanlagen, Büros oder Hallen.
Bei der Auswahl von LED-Leuchten für internationale oder technische Sonderanwendungen sollte die Spannung immer sorgfältig geprüft werden – insbesondere bei Sanierungen, Maschinenintegration oder dem Einsatz in Sondernetzen.
Ta steht für die maximal zulässige Umgebungstemperatur (Ambient Temperature), bei der eine LED-Leuchte dauerhaft und sicher betrieben werden darf. Dieser Wert wird in Grad Celsius (°C) angegeben und ist ein entscheidender Faktor für die thermische Auslegung, die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer der Leuchte.
Eine korrekt spezifizierte Ta ist besonders im professionellen Einsatz – etwa in Industriehallen, Werkstätten oder Technikräumen – von hoher Bedeutung. Wird die Umgebungstemperatur überschritten, kann es zu thermischer Überlastung kommen – mit negativen Folgen für LED-Module, Vorschaltgeräte oder Steuerungskomponenten.
Typische Ta-Werte und Einsatzbereiche:
- Ta 25 °C – Standardbedingungen, z. B. für Innenräume und Büros
- Ta 35–45 °C – robuste Ausführung für anspruchsvolle Industrieumgebungen
- Ta 50–60 °C – geeignet für hohe Umgebungstemperaturen, z. B. Maschinenhallen, Gießereien oder Produktionslinien
Hinweis: Eine LED-Leuchte mit hoher Ta-Freigabe bietet mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Planungsspielraum, insbesondere bei wärmebelasteten Einsatzorten.
Der Überspannungsschutz dient dem Schutz von LED-Leuchten und elektronischen Vorschaltgeräten vor plötzlichen Spannungsspitzen, wie sie durch Blitzeinschläge, Schalthandlungen oder Netzstörungen entstehen können. Solche transienten Überspannungen können die empfindliche Elektronik in Beleuchtungssystemen dauerhaft beschädigen oder die Lebensdauer deutlich verkürzen.
Ein wirksamer Überspannungsschutz – integriert in der Leuchte oder als externe Schutzeinrichtung – ist essenziell in risikobehafteten Anwendungsbereichen wie:
- Außenbeleuchtung: Parkplätze, Sportplätze, Straßen, Industrieaußenflächen
- Industrieumgebungen mit starkem Maschinenbetrieb
- Ländliche Regionen mit instabiler oder schwankender Netzqualität
Typische Schutzklassen nach IEC 61643:
- 4 kV = Basisschutz für Innenräume mit geringem Risiko
- 6 kV = Standard für viele Industrie- und Gewerbeanwendungen
- 10 kV = Hoher Schutzgrad für den Außenbereich und blitzgefährdete Standorte
Beispiel: Eine LED-Leuchte mit 10 kV Überspannungsschutz bietet zuverlässige Sicherheit gegen typische Blitz- oder Schaltüberspannungen im Freien – ein Muss für langlebige und betriebssichere Außenbeleuchtung.
Ein korrekt dimensionierter Überspannungsschutz erhöht die Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Ausfallsicherheit moderner LED-Beleuchtungssysteme – besonders unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.
UGR (Unified Glare Rating)
Der UGR-Wert (Unified Glare Rating – Blendwert) beschreibt die psychologische Blendung durch künstliche Beleuchtung und ist ein zentraler Faktor für den visuellen Komfort an Arbeitsplätzen. Der Wert wird nach der europäischen Norm EN 12464-1 berechnet und bewertet, wie störend eine Leuchte in einem definierten Raum- und Beobachtungsszenario empfunden wird.
Je niedriger der UGR-Wert, desto geringer die Blendung – besonders wichtig in Büros, an Bildschirmarbeitsplätzen und in kontrollierten Arbeitsumgebungen, wo eine blendfreie Lichtlösung die Konzentration und Produktivität unterstützt.
Typische UGR-Werte und ihre Bedeutung:
- UGR ≤ 16: sehr geringe Blendung – z. B. für CAD-Arbeitsplätze
- UGR ≤ 19: normgerechte Beleuchtung für Bildschirmarbeitsplätze
- UGR 22–25: akzeptabel für weniger anspruchsvolle Tätigkeiten
- UGR > 28: deutlich blendend – nicht geeignet für Arbeitsplätze
Beispiel: Eine Leuchte mit UGR ≤ 19 erfüllt die Anforderungen der Arbeitsstättenrichtlinie gemäß EN 12464-1 und ist somit ideal für Bürobeleuchtung geeignet.
Die richtige UGR-Auswahl ist ein wesentliches Kriterium in der Lichtplanung für gewerbliche und industrielle Anwendungen – sowohl für Neubauten als auch bei Sanierungen.
